Tibetische Weisheit

Ich habe schon soviel gelernt in meinem Leben, manches weil ich es musste – um irgendeine Prüfung zu bestehen – viel mehr jedoch weil ich es wollte, weil es mich interessiert. Ich habe Bücher gelesen und Seminare besucht.

Was genau hält mich nun davon ab, ins Tun zu gehen? Es fühlt sich nich „fertig“ an. Da kommt ein weiterer Buchtipp und noch ein spannendes Seminar welches die neuesten Erkenntnisse vermittelt. Und da ist er wieder, mein treuer Wegbegleiter: der Zweifel. Leise flüstert er mir zu: „Du bist noch nicht gut genug, du weißt noch viel zu wenig, mach den anderen doch nichts vor.“

Erwischt! Und die Einladung ist ja auch sehr attraktiv. Statt sichtbar zu werden und vielleicht auch Fehler zu machen warte ich lieber auf einen nichtdefinierten Zustand von Perfektion. Dabei vergesse ich gerne, was ich über Makellosigkeit gelernt habe: in jedem Moment mein Bestes zu geben. Mein ehrliches Maß anzulegen und dazu zu stehen. Im Tun und mit der Erfahrung zu wachsen und zu Lernen um im nächsten Zyklus noch besser zu sein.

Und was hat das mit tibetischen Weisheiten zu tun? Tenzin Wangyal Rinpoche schreibt: „Stellen Sie sich vor, Sie gehen in ein gutes Restaurant und studieren die Speisekarte; meinen Sie, dass Sie allein dadurch zu einer nahrhaften Mahlzeit kommen?“ Er setzt das Essen mit der regelmäßigen Übung, dem Anwenden des Gelernten gleich.

Ja, und mit dieser Weisheit ziehe ich los. Tue! Werde sichtbar. Mache Fehler. Lerne. Und finde Stück für Stück mehr darüber raus, was ich kann und worin mein einzigartiger Beitrag besteht.

 

Eure Elli

Was uns bewegt und inspiriert

Regelmäßig gibt es Bilder, Worte, Begegnungen, Fragen, Bücher oder Filme die uns berühren oder inspirieren.

Diese Woche sind es für mich die Wortpaare:

Hingabe – Einlassen

Gelassenheit – Gleichgültigkeit

Wenn ich mich hingebe, bin ich dann noch in meiner Kraft? Wenn ich mich auf etwas einlasse, bin ich dann voll und ganz dabei? Es ist spannend, die Vokabeln für sich selbst zu prüfen und zu schauen, wo sie in welcher Situation einen Unterschied in der eigenen Haltung erzeugen.

Das gleiche gilt für die Gelassenheit, die wir aufbringen. Wo erzeuge ich den Eindruck, dass ich gleichgültig bin. Wo liegt für mich der Unterschied, ein Verhalten mit Gelassenheit aufzunehmen, jedoch nicht mit Gleichgültigkeit zu reagieren?

Das bewusste Spiel im ehrlichen Umgang mit mir selbst, trägt zu meiner Charakterverfeinerung bei. Habt ihr ähnliche Beispiele?

 

Wann hat es eigentlich angefangen?

imageAm 07. Oktober 2016 materialisierte sich der Gedanke in einer Gruppe von 5 Frauen. Alle beseelt von der Idee, dass unser Alltag im Geschäftsleben, eine Art von Spiritualität und der Wunsch nach kraftvollen Frauennetzwerken auf neue Art verbunden werden können.

Dazu braucht es einen Rahmen. Und so entstand die Gruppe der Wegbereiterinnen. Ein kleiner Same der kraftvoll ist und in den kommenden Jahren überall dort Früchte tragen wird, wo sich die Pionierinnen, Anführerinnen und auch Hebammen der 5. Welt zusammen tun, um mit ihrem Vordenken – vor allem aber ihrem Tun – Wege für die kommenden sieben Generationen bereiten. Lebenswerte Wege.

Wir laden alle neugierig geworden Frauen ein, mit uns in Kontakt zu treten. Gemeinsam mit uns zu pirschen, was denn diese 5. Welt sein wird. Wo wir im Rahmen unseres Wirkungskreises Dinge ändern können und uns durch lebendige Beziehung bekräftigen können. All das und noch viel mehr hat Raum hier.

Wir lassen Euch Stück für Stück an unseren Erfahrungen, Entdeckungen  und Fragen auf  unserem Weg teilhaben. Und wir freuen uns, wenn wir  kurze oder auch lange Wegstücke gemeinsam gehen. Dahin, wo die Veränderung uns führt. Doch im Herzen stets verbunden.

Herzlichst

Die Wegbereiterinnen